Dienstag, 21. April

Gedanke vom Tag

Vorsorge

Einer meiner Bekannten malt sich alle schlimmen Ereignisse, die ihm vielleicht zustoßen könnten, im Voraus genauestens aus, dann legt er sich zurecht, wie er sich in jeder Situation zu verhalten hat. Dadurch hat er tatsächlich eine Art Krisenfestigkeit erlangt. Aber ist er deshalb glücklich und ruhig? Keineswegs! Denn er ist nur immerzu darauf bedacht, mögliche Bedrohungen sofort als solche zu erkennen.

Ich kenne ein weit besseres Hilfsmittel. Es ist im Grunde dasselbe, das ein Kind anwendet, wenn man es in den dunklen Keller schickt: Es singt laut. Damit zeigt es dem Unbekannten, dass es ihm etwas entgegenzusetzen hat: den Mut. Und Mut ist eine Form des Vertrauens. Nicht in die eigene Kraft, sondern in etwas, das uns beschützt.

(Luise Rinser)

Gschicht vom Tag

Mit Händen und Füßen (Bewegungsgeschichte)
Bei dieser lustigen Bewegungsgeschichte geht es um Hände und Füße. Es muss immer die Hand oder der Fuß hochgehalten werden, der in der Geschichte genannt wird. Viel Spass!
(Vielleicht schickst du mir ja auch ein Foto davon, wie du die Geschichte mit deinen Händen und Füssen spielst:
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Wenn ich morgens aufstehe, strecke ich mich als erstes genüsslich. Dafür strecke ich meine rechte Hand und meine linke Hand nach oben. Auch meine Füße strecke ich ganz weit nach vorne. Den rechten Fuß und den linken Fuß. Wenn ich aufgestanden bin, mache ich gerne einen kleinen Morgenspaziergang. Dafür ziehe ich meine Schuhe an den linken Fuß und an den rechten Fuß. Den Schuh an meinem linken Fuß, ziehe ich mit der rechten Hand an. Den Schuh an meinem rechten Fuß, ziehe ich mit der linken Hand an. Die Haustür öffne ich meistens mit der rechten Hand. Dann treffe ich in der Regel Frau Meyer, unsere geschwätzige Nachbarin. Damit sie mich nicht in ein Gespräch verwickeln kann, winke ich ihr aus der Ferne mit der linken Hand.

Dann gehe ich los und setze den rechten Fuß vor den linken Fuß. Unterwegs begegne ich Herrn Schneider mit seinem Dackel Waldi. Ich streichle Waldi mit meiner rechten Hand und er leckt mir die rechte Hand ab. Dass mich ein Hund ableckt, mag ich nicht so gerne. Unauffällig wische ich meine rechte Hand an meiner Hose ab. Dann verabschiede ich mich und winke Herrn Schneider zum Abschied mit der linken Hand. Ich setze weiter stetig den rechten Fuß vor den linken Fuß. Meistens sind viele meiner Nachbarn morgens unterwegs und ich winke Frau Thiel mit der rechten Hand und Herrn Lehmann mit der linken Hand.