Sonntag, 22. März

Haben Sie gesehen, dass Sie bei einigen Kirchgemeinden einen Online-Gottesdienst miterleben können?

Gschicht vom Tag

Der kleine Schmetterling 

 Ein kleiner Schmetterling flatterte unbeholfen über die Wiese. Erst vor kurzem hat er sich von einer Raupe in einen Schmetterling verwandelt. Alles fühlte sich so neu und anders an. Er flüsterte sich selbst Mut zu, breitete seine Flügel aus und … flog.                                                                                                        

Als er über die Blumenwiese flatterte, begegnete er anderen, fremden Tieren. Der kleine Schmetterling staunte und bewunderte sie. 

Als erstes begegnete er dem Igel. „Oh, ich möchte auch solche Stacheln haben wie der Igel.“, dachte und wurde ein wenig traurig.
Dann traf er auf die Ameisen. „Ach wäre ich doch auch so stark wie die Ameisen." dachte der kleine Schmetterling. 
Eine kleine Biene summte an ihm vorbei, und noch während er ihr nachsah, dachte der kleine Schmetterling: "Wie gerne würde ich auch so süßen Honig produzieren können wie die Biene."        Schliesslich ließ er sich auf einer Blume nieder. Während er so dahockte und ihm dicke Tränen über die Wangen kullerten, kam eine Spinne des Wegs. „Warum so traurig, kleiner Schmetterling?“
 „Alle sind so besonders.“, schniefte der kleine Schmetterling. „Der Igel hat lange Stacheln, die Ameisen haben Bärenkräfte, die Bienen produzieren leckeren Honig und du webst wunderschöne Netze. Nur ich, ich bin nichts Besonderes.“

Die Spinne sah den kleinen Falter verwirrt an: „Warum denkst du, dass du nichts Besonderes bist?“ „Weil ich nichts kann.“, sagte er und begann noch bitterlicher zu schluchzen. Überrascht blinzelte die Spinne: „Ja aber … siehst du es denn nicht?“ „Was denn?“, der kleine Schmetterling schniefte laut. „Das, was nur du allein kannst.“ Der kleine Falter wirkte zuerst etwas ratlos, dann begann er angestrengt zu überlegen. „Ich weiß etwas.“, sein Gesicht hellte sich auf. „Ich kann fliegen.“ Die Spinne zwinkerte ihm zu. „Und was noch?“ Der kleine Schmetterling grübelte weiter. „Ich habe wunderschöne Farben. Ich habe gehört,  dass sie die Menschen glücklich machen.“ Wieder nicke die Spinne. „Siehst du,  du bist etwas ganz Besonderes. Du brauchst nicht zu sein wie andere.  Sei einfach du selbst.“ 

Der kleine Schmetterling begann zu strahlen, und als er seine Flügel öffnete schillerten sie in allen Regenbogenfarben. „Danke, liebe Spinne!“ Die Spinne nickte: „Und jetzt flieg los und hilf dabei, ein bisschen Glück und Freude zu verbreiten, einfach indem du so bist wie du bist.“ 

Die Spinne sah dem kleinen Schmetterling mit den leuchtenden Flügeln noch lange und da fühlte sie sich … glücklich. (Autor unbekannt)